Schmitt warnt nach Traumstart: "Keinen Illusionen hingeben"

29 November 2023

Eurosport-Experte Martin Schmitt (c) Eurosport-Experte Martin Schmitt
  • Schmitt lobt DSV-Team: "Alle haben sich technisch nochmal verbessert"
  • Schmitt warnt: "Keinen Illusionen hingeben"
  • Schmitt über Kraft: "Er ist das Maß der Dinge"

 

Skisprung-Legende Martin Schmitt analysiert im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de den starken Weltcup-Auftakt der DSV-Adler in Ruka. Der 45-Jährige ist begeistert vom Niveau des gesamten Teams. Allerdings werde die "Konstellation, wie wir sie aktuell im deutschen Lager haben, dem einen oder anderen zu schaffen machen", betont Schmitt und spielt damit auf den internen Konkurrenzkampf an.

Zudem warnt der Eurosport-Experte vor überschneller Euphorie. "Nur sollte man sich keinen Illusionen hingeben: Die Konkurrenz schläft nicht", sagt Schmitt und verweist auch darauf, dass es einen Springer aus Österreich gab, der am vergangenen Wochenende den Trend für die Saison vorgegeben hat: Stefan Kraft: "Er ist das Maß der Dinge."

Unten finden Sie ausgewählte Zitate aus dem exklusiven Interview von Eurosport.de mit Martin Schmitt, die Sie gerne mit Quellnennung "Eurosport.de" in Ihre Berichterstattung übernehmen können. Über eine Rückverlinkung auf das gesamte Interview würden wir uns sehr freuen.

Eurosport-Experte Martin Schmitt über...

...die Leistung der deutschen Springer in Ruka: "Ich wusste, dass die deutsche Mannschaft kompakt ist, das Niveau sehr ordentlich und mehrere Springer auf Augenhöhe sind - aber auch ich war natürlich positiv überrascht. Es war beeindruckend, wie das gesamte Team das Level auf die Schanze gebracht hat.  Was man sieht: Die deutsche Mannschaft ist sehr gut auf die Saison vorbereitet, die Hausaufgaben wurden gemacht, die Einstellung auf das neue Anzugsreglement ist gelungen. Darüber hinaus wurde ja auch die Standhöhe reduziert. Die DSV-Adler haben sich auf all diese Dinge gut eingestellt. Die Basis ist, dass die Sprünge technisch sauber laufen, die Energie mitgenommen wird, das Setup passt. Das gefällt mir sehr gut."

...die Schlüsse, die aus dem Auftakt zu ziehen sind: "Alle haben sich technisch nochmal verbessert. Ruka ist eine Schanze, auf der du die Aerodynamik brauchst, den Sprung schnell übersetzen musst. Was also im vergangenen Winter beim einen oder anderen in der Mannschaft eine Schwäche war, gelingt nun sehr gut. Ruka war dahingehend ein echter Gradmesser. Nur sollte man sich keinen Illusionen hingeben: Die Konkurrenz schläft nicht, die Norweger etwa sind etwas unter Wert rausgegangen in Finnland. In der Vorbereitung, die bei den Norwegern in Lillehammer auf einer vereisten Schneespur stattfand, sah das deutlich besser aus. Dort ist der Anlauf etwas flacher als in Ruka. Am kommenden Wochenende wird in Lillehammer gesprungen und ich bin mir sicher, dass wir danach schlauer sind."

...die Leistung von Stefan Kraft: "Bei aller Euphorie darf man nicht übersehen, dass Kraft im zweiten Wettbewerb am Wochenende fast 30 Punkte vor Wellinger lag. Das ist eine Menge. Das kann auf der Rukatunturi-Schanze zwar schnell mal passieren, aber Stefan ist in außergewöhnlicher Form. Meiner Meinung nach wird er das durchziehen und auch bei der Tournee in einem Monat in Topverfassung sein. Er ist das Maß der Dinge. Ich bin mir allerdings sicher, dass es Springer geben wird, die bis dahin zum ihm aufgeschlossen haben - und ich würde mich freuen, wenn Andi Wellinger einer davon ist."

Das komplette Interview mit Martin Schmitt lesen Sie hier.

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