Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball": Becker über Zverev, Kyrgios und anstehende Comebacks

18 Dezember 2023

Matthias Stach und Boris Becker (c) Nadine Rupp - Eurosport
  • Becker rät Zverev: "Ich kann ihm nur empfehlen, dass ..."
  • Becker zu Disput mit Kyrgios: Er muss Respekt zeigen
  • Becker zum Nadal-Comeback: "Würde niemals gegen Rafael Nadal auf dem Tennisplatz wetten"

 

Boris Becker geht im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball" auf seinen Disput mit Nick Kyrgios ein. "Man muss Respekt für die Vergangenheit haben und einfach mal laut danke sagen, dass es diese alten Profis gab, weil ohne die gäbe es den Tennis-Zirkus nicht mehr", sagt der 56-Jährige im Gespräch mit Moderator Matthias Stach, nachdem sich Kyrgios despektierlich über Beckers Generation geäußert hatte.

Für Alexander Zverev, der sich nach der schlimmen Bänderverletzung bei den French Open 2022 in diesem Jahr zurückkämpfen musste, findet Becker lobende Worte und sieht gute Chancen auf ein starkes erstes Halbjahr 2024. "Er ist jetzt die Nummer sieben, im Juni sehe ich ihn unter den ersten fünf", prognostiziert Becker. "Die Sterne stehen extrem gut."

Unten finden Sie ausgewählte Zitate aus dem Podcast mit Boris Becker, die Sie unter Nennung der Quelle "Eurosport-Podcast 'Das Gelbe vom Ball'" gerne in Ihrer Berichterstattung verwenden können. Über eine Rückverlinkung auf den kompletten Podcast würden wir uns freuen.

Eurosport-Experte Boris Becker im Podcast "Das Gelbe vom Ball" über...

...die Sticheleien von Nick Kyrgios: "Wir leben in einer Demokratie. Jeder kann denken, was er will. Man muss Respekt für die Vergangenheit haben und einfach mal laut danke sagen, dass es diese alten Profis gab, weil ohne die gäbe es den Tennis-Zirkus nicht mehr.  Ich fange jetzt mal mit Australien an. Rod Laver, Ken Roswall, John Newcombe, Ken Roach - die Gladiatoren der australischen Tennis-Szene. Dann muss ich da noch einen Patrick Rafter und einen Lleyton Hewitt erwähnen. Die waren allesamt die Nummer eins, die haben Grand-Slam-Turniere gewonnen. Ich gehe weiter in der Generationsfrage und sage: 70er-Jahre, John McEnroe, Jimmy Connors, Björn Borg, dann kam Ivan Lendl dazu. Die haben den Sport populär gemacht, die haben Zuschauer vor den Fernseher geholt. Das Resultat sieht man heute.  Das liegt an den Legenden von einst. In den 1980ern habe ich selbst ein bisschen mitgespielt, wie ein Stefan Edberg, ein Mats Wilander. In den 90er-Jahren kamen Andre Agassi oder Pete Sampras. All diese Spieler machen es Kyrgios möglich, dass er dieses Jahr quasi gar nicht Tennis spielt und immer noch von seinen Sport leben kann."

...Alexander Zverev: "Sascha hat ein unglaubliches Comeback hingelegt.  Anfang des Jahres war er die Nummer 27, es gab große Fragezeichen. Wir haben Saschas Spiele in Australien kommentiert. Teilweise hat er da gehumpelt und nur wenige Matches gehabt.  In Roland-Garros ist der Knoten geplatzt, dann ging es einfach deutlich besser.  Das heißt für ihn, dass er jetzt in den ersten Monaten unglaublich viele Punkte wieder gut machen kann.  Er ist jetzt die Nummer sieben, im Juni sehe ich ihn unter den ersten Fünf. Die Sterne stehen extrem gut."

...seine Empfehlung für Zverev: "Er hat die beste Quote, wenn es darum geht, ein Match im dritten oder fünften Satz für sich zu entscheiden. Das Problem ist nur: Wenn du in zwei gewinnen kannst, warum machst du es dann in drei? Das bedeutet, dass du am nächsten Tag müde bist und eine oder zwei Stunden länger auf dem Platz gewesen bist wie dein nächster Gegner. Ich kann ihm nur wärmstens empfehlen, mehr Matches schneller zu gewinnen. Dann ist der Rest des Turniers deutlich einfacher."

...das Comeback von Rafael Nadal in Australien: "Das ist natürlich die schwierigste Aufgabe, weil man Erwartungshaltungen hat. Nadal hat nahezu jedes Turnier in der Welt gewonnen, mehrfach sogar. Da ist natürlich die Hoffnung sehr groß, was Rafa niemals öffentlich zugeben würde. Ich würde niemals gegen Rafael Nadal auf dem Tennisplatz wetten. Dafür ist er zu stark, hat zu viel gewonnen, zu viel Erfahrung. Wenn er der Meinung ist, dass er noch eine Chance hat, große Titel zu gewinnen und gutes Tennis zu spielen, dann muss man ihm das glauben. Punkt aus. Die Match-Praxis bekommst du aber eben nur im Match. Also er muss so ein bisschen durchs Tal der Tränen, muss ein wenig leiden, damit er im März, April besser wird, bis er dann ab Mai  sein bestes Spiel spielen wird. Das muss die Planung sein, und das hat er auch schon mal gemacht."

Den kompletten Podcast mit Boris Becker mit vielen weiteren Aussagen finden Sie hier.

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