Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball": Boris Becker über das Phänomen Djokovic und das Zverev-Comeback in Paris

- Die neue Folge des Eurosport-Podcast “Das Gelbe vom Ball” jetzt überall, wo es Podcasts gibt
- Becker exklusiv: Zverevs Top-10-Paradoxon ist schwer erklärbar
- Eurosport-Experte erläutert Erfolgsformel von Phänomen Djokovic
In der neuen Folge des Eurosport-Tennis-Podcasts “Das Gelbe vom Ball” gehen Eurosport-Experte Boris Becker und Moderator Matthias Stach der Erfolgsformel von Novak Djokovic, der bei den French Open seinen 23. Grand-Slam-Titel errang, auf dem Grund. Darüber hinaus analysiert das Duo den Auftritt von Alexander Zverev, der in Roland-Garros ins Halbfinale einzog und damit ein starkes Turnier spielte.
Anbei der Link zur kompletten Folge: https://shows.acast.com/5ec529e2e1148624eeb31656/episodes/38-becker-traum-von-djokovic-ist-noch-nicht-ausgetraumt
Die besten Zitate im Folgenden zur redaktionellen Verwendung bei Quellenkennzeichnung: “Eurosport Podcast - Das Gelbe vom Ball”
Boris Becker ….
… über den Auftritt von Alexander Zverev in Paris:
“Das ist erstmal ein großer Erfolg. Man muss immer gucken, wo kommt er her? Er hat Anfang des Jahres wieder angefangen Profitennis zu spielen, nachdem er sieben Monate verletzt war, mit einer sehr schwierigen und hartnäckigen Verletzung. Dann hat es lange gedauert, bis er die Spielweise, das Selbstvertrauen, das Selbstgefühl bekommen hat. Er hat in Paris die Punkte verteidigt und hat wieder das Selbstbewusstsein, dass er zur Weltspitze dazu gehört - das ist jetzt erst mal der Status quo. Meine Frage ist: Wie geht es jetzt weiter? Er hat jetzt die Grundlage gesetzt, aus einem durchschnittlichen immer noch ein gutes bis sehr gutes Jahr zu machen. Wimbledon steht vor der Tür, die amerikanischen Hartplätze stehen vor der Tür, die US Open stehen vor der Tür und dann die Hallenturniere. Und er war ja zweimal ATP-Weltmeister, also in der Halle kann er auch spielen. Die Frage ist: Wie geht er das an? Und mit welcher Mannschaft geht er das an?”
… über das schlechte Abschneiden von Zverev gegen Top-10-Spieler bei Grand Slams:
“Und das ist der Grund, warum er noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat, schlicht und ergreifend. Du kommst nicht an einem Top-10- oder Top-5-Spieler im Laufe eines Grand-Slam-Turniers vorbei. Den musst du schlagen, um eine Runde weiterzukommen oder das Finale zu gewinnen. Und das ist der Grund, warum bei ihm jetzt dreimal im Halbfinale Schluss war in Paris, einmal hat er sich verletzt. Das ist der Grund, warum er bei den anderen Turnieren nicht weiterkam, weil immer einer da war, der etwas höher stand oder auch hoch stand, und da hat er verloren. Und ich kann dir nicht genau erklären, was es ist, weil bei den Masters-Turnieren, also bei den normalen Turnieren, da schlägt er sie regelmäßig, im ATP-Finale schlägt er sie in einer Woche. Also all das kann er sportlich. Es muss also einen anderen Grund geben, warum Sascha bis jetzt bei einem Grand Slam nur einmal einen Top-Ten-Spieler geschlagen hat. Ich kann es dir nicht genau erklären, was es ist.”
Boris Becker exklusiv bei "Das Gelbe vom Ball": "Traum von Novak Djokovic noch lange nicht zu Ende geträumt"
… Becker ordnet den Erfolg der 23 Grand-Slam-Siege von Djokovic ein und traut ihm noch mehr zu
“Also ich kenne mich nur im Tennis richtig gut aus, in anderen Sportarten bin ich Fan, deswegen lasse ich Messi in Ruhe, LeBron James in Ruhe und wie sie alle heißen. Also ich konzentriere mich auf die besten Tennisspieler, und da muss man jetzt zweifelsohne sagen: Novak Djokovic ist der erfolgreichste Tennisspieler! Ich bin aber jemand, der ungern die Generationen vergleicht, weil in den Sechziger-Jahren hat Laver dominiert, in den Siebziger-Jahren kam dann Borg dazu, McEnroe, in den Achtzigern, ja, habe ich eine Rolle gespielt, Edberg und so weiter. Also jede Generation hatte ihre Stars und jetzt zu sagen, der eine wäre besser als der andere, wäre unfair. Aber auf jeden Fall ist er der erfolgreichste. 23 Grand Slams sind eine Ära. Er sprach ja von diesem Traum, den er als Junge hatte, und dieser Traum ist, glaube ich, auch noch lange nicht zu Ende geträumt.”
.. Becker erzählt, was Novak von den jungen Spielern unterscheidet und ihn so Weltklasse macht
“Der Grund, warum er immer noch so erfolgreich ist, ist, dass er sich immer wieder neu entwickelt. Er trainiert anders wie vor 15 Jahren, er isst anders, er sieht die Dinge anders, und das ist auch wichtig so. Um in der absoluten Spitze zu sein, muss an sich jedes Jahr neu entwickeln, idealerweise neu verbessern, und das geht nur mit neuen Wegen. Da können sich junge Spieler nur ein Beispiel nehmen, weil bei vielen Jüngeren sehe ich eine gewisse Stagnation, die sehe ich bei Novak nicht. Er schafft es auch ganz klar, immer seine Ziele über das Jahr hinweg nicht aus dem Kopf zu verlieren.”
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Dominik Mackevicius
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